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Degenerative Myelopathie bei Hunden

Herausgegeben von in Hunde ·
Tags: 13.03.2014

Degenerative Myelopathie bei Hunden

Als Degenerative Myelopathie (kurz DM genannt) bezeichnet man eine schwere neurodegenerative Erkrankung im Brust- und Lendenteil des Rückenmarks.
Diese langsam fortschreitende Erkrankung tritt meist erst um das 5.-8.Lebensjahr auf und ist nicht schmerzhaft. Erste Anzeichen geben unkoordinierte Bewegungen bei der Hinterhand, eine gestörte Eigenwahrnehmung und gestörte Reflexe. Ist die Erkrankung weiter fortgeschritten, werden zunehmend auch die vorderen Glieder davon betroffen.
Diese Rückenmarkserkrankung wurde zuerst bei Deutschen Schäferhunden festgestellt, jedoch sind viele andere Rassen auch von der degenerativen Myelopathie betroffen.
Ob eine DM vorliegt, kann nur in einem Ausschlussverfahren festgestellt werden und nur eine Autopsie gibt hier Sicherheit. Bandscheibenvorfall und eine Fibrokartilaginöse Embolie treten akut auf, verschiedene andere Erkrankungen müssen ausgeschlossen werden. In der Rückenmarksflüssigkeit kann eine Erhöhung des Proteingehaltes festgestellt werden. Eine Magnetresonanztomographie könnte die Diagnose bestätigen, leider ist sie in der Tiermedizin nicht so oft verfügbar. Die degenerative Myelopathie ist schmerzlos, was eine wichtige Abgrenzung zu anderen Erkrankungen darstellt.
Eine Behandlung der DM ist leider bis jetzt nicht wirklich erfolgsversprechend, jedoch kann man versuchen durch Physiotherapie, täglichem Laufen und Schwimmen, den Muskelschwund aufzuhalten. Behandlungsversuche mit Vitaminen und anderen Medikamenten konnte den Krankheitsverlauf nicht aufhalten.
Leider bleibt hier oftmals nur dem erkrankten Tier unnötiges Leiden zu ersparen.

Quellen
Wikipedia
Laboklin




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