Deckakt - Altdeutsche Schäferhunde - vom Schaumburg-Castle

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Altdeutsche Schäferhunde vom Schaumburg-Castle

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Zuchtgedanke   -   Läufigkeit   -   Deckakt   -   Trächtigkeit   -   Aufzucht  -   Entwicklung

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Wann ist eigentlich der beste Zeitpunkt zum Decken?

Wie wir schon in dem Kapitel Läufigkeit geschrieben haben.
Ist der richtige Zeitpunkt in der Phase 2 zwischen dem 10.-15. Tag.

Befindet sich er Deckrüde nicht gerade im eigenen Zwinger, sondern vielleicht viele Kilometer entfernt, wäre es schon gut, den genauen Deckzeitpunkt zu wissen.
Das heißt, wir wollen die Zeit mit der größten Fruchtbarkeit. Auch davon ausgehend,  das der Deckakt ohne Probleme klappt, die Hündin trächtig wird und wir einen guten Wurf bekommen.

Nach dem Eisprung durchlaufen die Eizellen einen Reifeprozess von ca. 2-3 Tagen. Wiederum nach 2-3 Tagen ist die Eizelle nun befruchtungsfähig.
Somit wäre der optimale Deckzeitpunkt für den 1.Deckakt der 1.oder 2. Tag nach dem Eisprung. Der 2.Akt sollte bis zum 4.Tag erfolgen.

Diese Angaben gelten für eine natürliche Deckung und eine Samenübertragung mit gekühlten oder frischen Samen.
Bei tiefgefrorenem Samen überträgt man nach dem Eisprung am 3. und 4. Tag.
Die Samenzellen des Rüden können bis zu 7 Tage befruchten.

Die fruchtbare Phase wären somit 3 Tage vor dem Eisprung bis 4 Tage danach. Ist die Hündin deckbereit, kann man davon ausgehen, dass sie sich in dieser Phase befindet.
Bei einem zu frühen oder zu späten Decken, kann es passieren, dass es zu kleine Würfe werden oder die Hündin gar leer bleibt.
Da es Hündinnen gibt, die sich nur ein paar Stunden deckbereit stellen, ist es schon gut, den richtigen Zeitpunkt zu wissen.

Aber woher weiß ich nun, wann der Eisprung ist?

Am besten ist wohl hier der Progesteronwert.
Es wird vermehrt Progesteron freigesetzt vor dem Eisprung. So erfolgt hier eine Blutabnahme beim Tierarzt und erhält das Testergebnis evtl. noch am gleichen oder am darauf folgenden Tag.

Nächste Möglichkeit wäre ein Scheidenabstrich oder Vaginoskopie.
Beim Scheidenabstrich wird ein Sekret vom Gebärmutterhals abgetupft und das Zellbild unter dem Mikroskop angeschaut. Vor der Läufigkeit sind da sich noch teilende Schleimhautzellen. Die dann später zum Zeitpunkt der Eisprünge verhornen, auch  nimmt die Anzahl der weißen Blutkörperchen zu.
Bei der Vaginoskopie wird die Scheidenschleimhaut angeschaut. Die vor der Läufigkeit ganz flach ist und kaum Fältchen hat und zu dem Eisprung sind die Falten ganz klein.

Eine Möglichkeit wäre auch auf sichtbare Zeichen zu achten.
Gemeint sind hier zum einen die Schamlippen, die vor der Läufigkeit ganz klein sind und zum Eisprung werden horizontale Falten sichtbar, alles ist angeschwollen.
Zu Beginn der Läufigkeit, lässt die Hündin keinen Rüden ran. Ist sie deckbereit, stellt sie sich und bietet sich regelrecht an. Die Rute legt sie dabei auf die Seite.
Der Ausfluss ist zu Beginn dunkelrot und geht in fleischwasserfarben über, zum Zeitpunkt des Eisprungs.

Letzte Möglichkeit wäre noch eine Ultraschalluntersuchung.
Per Ultraschall werden an den Eierstöcken die Eiblasen vermessen. Die am Tage des Eisprungs sich vom Aussehen vollständig verändern. Die Eiblasen verschwinden und die Eierstöcke sind von der Struktur her glatt. Diese Methode wird aber kaum  noch verwendet.

Die Beste und sicherste Methode ist sicher der Progesteronwert.


Der eigentliche Deckakt

Die Hündin steht jetzt zwei Tage vor dem Eisprung und ist deckbereit.

Beim Paarungsverlauf, werden sie mit einem mehr oder weniger intensiven Vorspiel beginnen. Hier beschnuppern sich Rüde und Hündin und  auf spielerische Art "werben" sie umeinander.
Nach dem Vorspiel wird die Hündin ihre Rute beiseite legen und der Rüde führt seinen Penis ein. Dadurch werden bei der Hündin reflexartige Kontraktionen der Gebärmutter- und Scheidenmuskulatur ausgelöst. Sie unterstützt das voran kommen  der Samenzellen.

Der Penis ist zu diesem Zeitpunkt nur teilweise im erigierten Zustand. Vollständig entfaltet sich die Eichel erst, wenn die Vagina der Hündin erreicht ist.
Der hintere Teil der Eichel (der sogenannte Knoten), dient der Abdichtung der Scheide. Hündin und Rüde sind jetzt fest verankert. Der Rüde gibt während des Aktes drei unterschiedliche Sekret-Flüssigkeiten ab. Zuerst das Vorsekret, was schon  beim Einführen oder dem Versuch abgegeben wird. Ist die vollständige Erektion erreicht und beide Tiere hängen, wird das spermienreiche Ejakulates abgegeben.

In dieser Zeit, übersteigt der Rüde die Hündin. Beide schauen in entgegengesetzte Richtungen und stehen Hinterteil an Hinterteil, was man als „Hängen" bezeichnet. Dieser Akt kann von durchschnittlichen 15 Minuten bis über eine  Stunde dauern. In der letzten Phase gibt der Rüde spermienarmes oder gar freies Sekret ab, was die Samenzellen in die Gebärmutter spülen soll.

Das Übersteigen ist für die Hündin meist schmerzhaft. Oft wollen Rüde und Hündin sich zu früh wieder trennen. Hier ist es ratsam, dass gerade bei Erstbesteigungen zwei vertraute Helfer je bei einem Hund sind und sie ruhig halten.

In dieser Zeit darf man auf keinen Fall die Verpaarung trennen, da dies zu gefährlichen Verletzungen und Blutungen kommen kann.

Ist es einmal zu einer nicht gewollten Verpaarung gekommen, gehen sie hinterher zum Tierarzt, aber trennen sie niemals die Tiere gewaltsam bei diesem Akt.


Trächtigkeit






 
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